Was ist denn mit deinem Gesicht passiert?

Unliebsame Inhaltsstoffe in herkömmlichen Kosmetika und ihre Wirkung

Neulich habe ich beim Aufräumen eine angebrochene Gesichtsmaske aus diesen Probierpackungen gefunden. Ich habe sie aufgetragen und mich über ein ziemlich extremes Brennen gewundert. Nach dem Abwaschen war mein Gesicht krebsrot. Ok, zugegeben, keine Ahnung wie alt das Ding war. Aber: Wissen wir eigentlich, was wir uns da ins Gesicht schmieren?

Anne Henneken aus dem Komplement jetzt.de der Süddeutschen Zeitung vom 11.03.2008 fand heraus, dass nach einer US-amerikanischen Studie die Durchschnittsfrau etwa 25 verschiedene Chemikalien in Form von Cremes etc. Auf ihre Haut aufträgt. Oft werde bei herkömmlichen Kosmetika die hochwertig natürlichen Stoffe wie pflegende Öle durch viel billigere Synthetika ersetzt. „Viele dieser Stoffe werden aus Abfällen produziert. […] Ein Großteil der Kosmetikkonzerne wie Beiersdorf, Schwarzkopf & Henkel, Colgate Palmolive arbeiten außerdem immer noch mit Tierversuchen,“ so Henneken.

Sie empfiehlt deshalb, auf Inhaltsstoffe zu achten. Diese müssen in Deutschland nämlich glücklicherweise angegeben werden. So verbirgt sich hinter Paraffinum liquidum ein Nebenprodukt der Erdöldestillation, sprich Industrieabfall. Das Paraffin wird oft in Cremes und Bodylotions verwendet und verhindert die Hautatmung. Alle Inhaltsstoffe mit der Wortendung -cone sind Bezeichnungen für Silikone. Diese machen Haut und Haare zwar schön glatt, lagern sich jedoch auch ein und „versiegeln“ diese. Natriumlaurylsulfat (zu englisch: „Sodium Lauryl Sulfat“) sorgt für den Schaum in Duschgel und Shampoo, nebenbei aber auch für die Austrocknung der Haut. Der schlimmste der Inhaltsstoffe jedoch ist das Paraben (auch Ethylparaben oder Methylparaben). Dieser Konservierungsstoff kann starke Allergien auslösen und steckt in Deos, Shampoos, Cremes oder Lippenstiften. Laut einer französischen Studie erhöht der Stoff sogar das Brustkrebsrisiko.

Frau muss jetzt aber trotzdem nicht auf ihre Kosmetik verzichten.

1. Es gibt ja auch Naturkosmetik. Dabei solltet Ihr auf das BDIH-Siegel für 100% Naturkosmetik achten. Übrigens: Das Leaping Bunny-Siegel garantiert außerdem, dass zur Produktion keine Tierversuche gemacht wurden.

2. Selber machen.

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