Für alle, die’s genau wissen wollen, gibt es eine neue App: sie prüft Kosmetikartikel auf ihren Inhalt und warnt, falls gesundheitsschädliche Stoffe darin enthalten sind. Für die Hersteller ein Anlass, die Zusammensetzung ihrer Produkte einer genauen Prüfung zu unterziehen und gegebenenfalls zu verändern.

Blütenblätter und Cremetiegel

Cremen ohne Bedenken?

Es geht ganz einfach: Barcode scannen oder Produktnamen eingeben und schon verrät ein rotes oder grünes Signal, ob man es bei der Verwendung des Artikels mit bedenklichen Stoffen zu tun bekommt! Erschreckend: Nahezu jedes dritte Produkt in Deutschland enthält Chemikalien, die eine schädliche Wirkung haben können. Meistens handelt es sich dabei um UV-Filter oder Konservierungsmittel. Die Substanzen gelangen über die Haut in den Körper, wo sie in den Hormonhaushalt eingreifen.

Besonders im Fokus: die Parabene

Wegen ihrer antibakteriellen Wirkung werden sie in bestimmten Lebensmitteln und Kosmetika häufig eingesetzt – Cremes, Lotionen, Make-Up, Lippenstifte, Deodorants und viele andere Beauty-Produkte können mit Parabenen versetzt sein. In den vergangenen Jahren wurde ihr Einsatz immer wieder mit verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen wie beispielsweise Allergien in Verbindung gebracht.

Weniger ist manchmal mehr

Einige Hersteller haben angekündigt, künftig auf hormonell wirkende Substanzen verzichten zu wollen. In Dänemark wurden Produkte mit Paraben für Kinder unter 3 Jahren verboten. Eine Aktualisierung der deutschen Kosmetikverordnung soll im Jahr 2015 erfolgen, ein Verbot dieser Chemikalien in Cremes und Lotionen ist denkbar. Wer bis dahin auf Nummer Sicher gehen möchte sollte sich am besten auf Naturkosmetik umstellen.

Foto: emmi – Fotolia

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