Ob beim Sonnenschutz, Duschen, Pflegen oder Verschönern – heutzutage ist es selbstverständlich, immer wieder zu Kosmetikprodukten zu greifen. Doch manche Menschen können nicht so einfach jedes Produkt ohne negative Nachfolgen benutzen. Manche Stoffe in den Kosmetika lösen bei ihnen Rötungen, Juckreiz, Ausschlag oder sogar Ekzeme aus.

Übeltäter Nr. 1: Duftstoffe

Etwa 7 % der Menschen reagieren mittlerweile auf Kosmetikprodukte mit einer Kontaktallergie. Für die meisten dieser Menschen sind Duftstoffe die Übeltäter. Vielleicht gehören Sie auch dazu: Kennen Sie den Effekt, wenn Sie z. B. im Sommer Parfüm auf Ihr Dekolleté auftragen, sich hinterher in der Sonne aufhalten und sich plötzlich kleine Pusteln auf dem Dekolleté zeigen und die Haut von einem Juckreiz geplagt wird? Parfüm sollte aus diesem Grund lieber auf die Kleidung anstatt auf die Haut aufgetragen werden. Doch was ist mit parfümierten Cremes, Waschlotionen und Co? Wenn Sie bereits auf Duftstoffe reagiert haben, so kaufen Sie am besten nur noch Kosmetikprodukte, auf denen vermerkt ist „parfümfrei“ bzw. „frei von Duftstoffen“, denn Duftstoffe, von denen in der Kosmetikindustrie etwa 2.500 verschiedene verwendet werden, müssen nicht einzeln deklariert sein.

Allergieauslöser in konventionellen und naturkosmetischen Produkten

Gleich hinter den Duftstoffen stehen die Haarfärbemittel bzw. auch Farbstoffe, die auch in Make-up, Duschgels oder Lippenpflegestiften verwendet werden. Farbstoffe sind mit dem CI (Colour-Index) Zeichen und darauffolgenden speziellen Nummern deklariert. An dritter Stelle stehen die Konservierungsstoffe wie beispielsweise Formaldehyd, Parabene, Phenole und Triclosan. Dann folgen UV-Lichtfiltersubstanzen, Stabilisatoren, Emulgatoren und Paraffin (Erdöl). Insgesamt sind es über 6.000 verschiedene Stoffe, die in Kosmetikprodukten zum Einsatz kommen dürfen und auf die der Körper mit einer Allergie reagieren kann. Meist sind es die konventionellen Kosmetikprodukte – doch auch Naturkosmetik enthält Stoffe, die Allergien auslösen können. Dazu zählen beispielsweise:

  • Wollwachs (Lanolin)
  • Propolis
  • Kamille
  • Arnika
  • Kampfer
  • Eukalyptus
  • Schafgarbe

Auf eine kurze Zutatenliste achten oder zertifizierte Naturkosmetik verwenden

Eine sensible Haut, deren natürlicher Schutzmechanismus nur noch eingeschränkt funktioniert, kann schnell auf Fremdstoffe wie Parfüm, Konservierungsstoffe und Farbstoffe in Kosmetikprodukten reagieren. Bei einer Neigung zu Allergien ist es daher empfehlenswert, nur konventionelle Kosmetikprodukte mit einer kurzen Zutatenliste zu verwenden oder lieber gleich auf zertifizierte Naturkosmetik zu setzen.

Bild von krimar – Fotolia

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