Wenn die Haut juckt oder sich schuppt, können unangenehme Krankheiten wie Neurodermitis, Nesselsucht oder Schuppenflechte dahinter stecken. Die richtige Körperpflege ist dann besonders wichtig, um die Haut bei der Regeneration zu unterstützen. Betroffene sollten nur auf Hautpflegeprodukte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen zurückgreifen. Bestimmte Wirkstoffe bieten sich bei den einzelnen Hautkrankheiten für sich Körperhygiene besonders an. Wenn die Pflege regelmäßig und mit besonderer Vorsicht durchgeführt wird, kann sich die Haut besser erholen.

Neurodermitis

Menschen mit Neurodermitis leiden immer wieder unter Schüben, bei denen die Haut großflächig oder nur an bestimmten Stellen sehr trocken und gerötet ist und stark juckt. Eine gute Basispflege ist daher wichtig, um auch in Zeiten ohne akute Beschwerden die Haut zu unterstützen. Je nach Hautbild passen fettende oder feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte besser. Bei besonders trockener Haut, sollten fetthaltige Cremes oder Salben zum Einsatz kommen. Enthalten die Produkte Gerbstoffe, lindern diese zusätzlich den Juckreiz. Vor allem Hautpflege mit Hamamelis, auch bekannt als Zaubernuss, eignet sich dafür besonders gut. Aber auch Extrakte aus schwarzem oder grünem Tee sind sehr gerbstoffhaltig und in einigen Kosmetika enthalten. Bei empfindlicher Haut wie bei Neurodermitis sollten neue Produkte immer erst an einer kleinen Stelle getestet werden, um mögliche Unverträglichkeiten vorab zu erkennen.

Nesselsucht

Die Symptome der Urtikaria erinnern an die Berührung mit einer Brennnessel. Deshalb wird die Hautkrankheit, die sich durch juckende Quaddeln auf der Haut äußert, auch Nesselsucht genannt. Die möglichen Auslöser sind vielfältig: Stress, histaminhaltige Nahrung und physikalische Reize wie Druck, Wärme oder Reibung sind die häufigsten Ursachen. Weitere Informationen zu der Hautkrankheit gibt es unter Nesselsuchtinfo.de. Menschen, die unter Nesselsucht leiden, sollten nur kurz duschen und das Wasser nicht zu heiß oder zu kalt einstellen. Weil Urtikaria auch durch Hitze oder Kälte ausgelöst werden kann, ist lauwarmes Wasser für die Körperhygiene ideal. Bei der Reinigung kommen am besten seifenfreie Produkte mit einem pH-Wert von 5,5 zum Einsatz. Auch Cremes sollten so die natürliche Hautbarriere stabilisieren. Außerdem bieten sich Lotionen an, die schnell einziehen. Zu viel Reibung oder Druck beim Eincremen könnte den Zustand der Haut nur verschlechtern.

Schuppenflechte

Bei der Psoriasis, die besser als Schuppenflechte bekannt ist, bildet sich die Haut an bestimmten Stellen viel schneller als üblich. Daher schuppt sich die Haut vor allem an Haaransatz, der Kopfhaut, den Ellbogen und Knien sowie am Steiß, aber auch andere Partien können betroffen sein. Weil die Haut gleichzeitig rot unterlaufen ist, fühlen sich die Betroffenen oft entstellt. Leider ist Psoriasis bislang nicht heilbar – eine gute und konsequente Pflege der Haut kann die Symptome aber eindämmen. Beim Waschen sollten rückfettende Duschöle verwendet werden. Langes Baden in heißem Wasser, reizt die Haut unnötig. Am besten tupft man die Haut nach Waschen vorsichtig trocken, anstatt zu rubbeln. Fetthaltige Cremes unterstützen die natürliche Schutzfunktion der Haut zusätzlich. Auch Inhaltsstoffe wie Urea und Hyaluronsäure tragen zur Linderung bei, weil sie Feuchtigkeit binden die Haut geschmeidig halten.

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