Damenbart

Spätestens nach Charlotte Roches neuem Buch Feuchtgebiete müssen wir uns fragen, ob das wirklich nötig ist, dieses Rasieren, Epilieren, Lasern. Nur weil die Mode uns das diktiert? Zugegeben, jeder hat sein eigenes Ästhetikempfinden und hier kann mit seiner Körperbehaarung ja auch jeder machen, was er will.

Dunkelhaarige haben es dabei meist Haariger, zumindest sichtbarer. Einige greifen zu Heiß- oder Kaltwachs, diese können jedoch lästige Pickelchen hinterlassen. Wer nicht einen preisgekrönten Riesenschnäutzer züchten möchte, sollte auch vom Rasierer die Finger lassen. Mein Motto: Warum nicht einfach die Blondinen imitieren? Leichter Damenbartflaum lässt sich wunderbar blondieren, ist danach wie unsichtbar. Wer jetzt nach Kopfhaarblondierung greift, sei gewarnt: Der Ammoniakgehalt in diesen ist vergleichbar hoch für die sensible Haut über der Oberlippe. Das zarte Haar lässt sich auch viel leichter blondieren, zu scharfe Mittel sind daher gar nicht nötig. Meine Empfehlung: Das griechische Produkt Xyo Rapid vom dm-Markt. Es ist mit um die 8 Euro nicht die billigste Blondierung, reicht aber für 8 Anwendungen und wird auch gerne zum Bleichen der Armhaare verwendet. Da aber auch dieses Produkt einen leichten Ammoniakgehalt hat, rate ich auch hier zum Verträglichkeitstest: Eine kleine Menge auf eine Stelle in der Handbeuge und 10 Minuten warten. Zeigt sich keine Reaktion, kann das Produkt getrost verwendet werden. Nach nur 5 bis 10 Minuten Einwirkzeit wird jede zur Damenbartblondine.

Allen anderen rate ich jedoch: Mut zur Haarigkeit. Denn wie schon ein spanisches Sprichwort sagt: „Donde hay pelo, hay alegría“ (Wo es Haare gibt, gibt es Freude.) Und seit der Schnurrbart unter Männern als Symbol der Macht gilt: Warum eigentlich nicht auch für Frauen?

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