Erwachsene leiden oftmals ebenso unter Akne wie Jugendliche. Die Ursachen hierfür sind jedoch vielfältiger, als zumeist gedacht wird. Allerdings kommen die Forscher immer mehr dahinter, wie Pickel entstehen, sodass sie neue Therapien entwickeln können.


Verschiedene Hintergründe: Warum entstehen Pickel?

Bei jungen Patienten verschreiben die Ärzte gemeinhin antimikrobielle Salben und Antibiotika. Allerdings konnte jetzt in der Ursachenforschung herausgefunden werden, dass die Keime nicht das Problem sind: Die Hintergründe sollen wesentlich vielfältiger sein. So gehören Bakterien zwar durchaus zu den Übeltätern, die Pickel verursachen, doch auch weitere Faktoren, wie fettige Ernährung, genetische Veranlagung und Stress gehören dazu. Mittlerweile gilt es als gesichert, dass Fett, das in der Nahrung enthalten ist, die Bildung von Akne beeinflusst. Allerdings spielt hier nicht die Fett-Gesamtmenge, sondern das Verhältnis der verschiedenen Fett-Arten untereinander eine gewichtige Rolle. So lindern Omega-3-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in Fisch enthalten sind, die Entzündungen in der Haut. Omega-6 feuert die Pickel dagegen an und ist vor allem in Fleisch enthalten. So wird Jugendlichen aber auch Erwachsenen empfohlen, sich gesund zu ernähren, mit viel frischem Gemüse, mehr Fisch, weniger Fleisch und pflanzlichem Rapsöl-Fett anstelle von Butter. Zusätzlich soll das Abbauen von Stress – zum Beispiel durch Sport – gut für Ihre Haut sein. Weitere Tipps finden Interessierte auch im folgenden Akne Ratgeber.

Produkte gegen Akne

Des Weiteren sind die Forscher dabei, diverse Sexualhormone zu entschlüsseln. Dabei wurde beispielsweise entdeckt, dass die Haut selbst Hormone produzieren und nicht nur aufnehmen kann. Hiervon profitieren vor allem Frauen im Erwachsenenalter, denn mithilfe einer standardisierten Hormonanalyse können Patientinnen gezielter behandelt werden. Außerdem existieren auf dem Markt diverse Aknesalben, die in ihrer Wirkungsweise jedoch sehr unterschiedlich sind. Hautärzte sind mittlerweile dazu übergegangen, bekannte Wirkstoffe neu zu kombinieren, wodurch es möglich ist, Entzündungen gleichzeitig an mehreren Stellen zu bekämpfen. Bei derartigen Kombinationsbehandlungen werden oftmals Antibiotika zusammen mit dem entzündungshemmenden Wirkstoff Benzoylperoxid verschrieben. Oder der Stoff wird in Verbindung mit Vitamin-A-ähnlichen Stoffen (Retinoide) empfohlen.

Kombinierte Behandlungen lassen auf Erfolg hoffen

Mittlerweile gehen die Experten immer mehr dazu über, nicht mehr nur einzelne Mittel wie Salben oder Antibiotika zu verschreiben, sondern es werden kombinierte Behandlungen beziehungsweise kombinierte Produkte empfohlen. Diese versprechen einen weitaus größeren Erfolg und verhindern zugleich eine mögliche Antibiotika-Resistenz.

Foto: Thinkstock, iStock, Jevtic

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