Schönheitsoperationen und ihr Pro und Contra haben im Laufe der Jahre schon viele Gemüter erregt, hierbei handelt es sich um chirurgische Eingriffe, die aus medizinischen bzw. körperlichen Gründen eigentlich nicht notwendig für das beschwerdefreie Leben eines Patienten sind. Ein größeres Gebiet für die Contra-Fraktion sind hierbei vor allem falsch bzw. unzureichend durchgeführte Eingriffe, die für den Patienten zu ungewollten Ergebnissen führen. Dies kann zum einen medizinischer Natur sein, so dass der Patient nach der Operation neben den durch die Operation natürlichen Schmerzen, welche nach einiger Zeit abklingen sollten, zusätzliche Schmerzen, Krankheiten, Fehlbildungen oder sonstige Beschwerden erleidet.

Ärztewahl

Obwohl sehr viele Ärzte im In- und Ausland schon seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie tätig sind, kann es gerade auch deshalb zu ungewollten Ergebnissen einer OP kommen, weil es Schönheitsoperationen bzw. die kosmetische Chirurgie noch nicht als echtes Fachgebiet in der Medizin gibt und somit jeder Arzt sich als Schönheitschirurg ausgeben kann. Hier ist also Vorsicht bei der Ärztewahl anzuraten, vor allem auch im Ausland, was wiederum mit dem nächsten Kontrapunkt zusammenhängt.

Dysmorphophobie

Bei den Schönheitsoperationen und ihrem Pro und Contra ist nämlich der hohe Preis von etwa 3000 bis 10000 Euro ein weiterer negativer Aspekt, weswegen viele Patienten sich über die Finanzierung Gedanken machen müssen. Daher wird auch gerne von Deutschland aus ein benachbarter Chirurg in der Tschechei, Polen oder anderen Ländern mit niedrigeren Preisen aufgesucht. Gerade hier kann es jedoch, neben dem allgemeinen Risiko einer fehlerhaften Operation, auch durch die fehlenden Kenntnisse häufiger zu schlechten Ergebnissen kommen. Ein weiterer negativer Aspekt ist die bei manchen Patienten festgestellte Dysmorphophobie. Hierbei handelt es sich um Patienten, deren eigene Wahrnehmung sie hässlich für ihr Äußeres erscheinen lässt. Dies wollen sie durch chirurgische Eingriffe, zumeist mehreren und sehr deutlich sichtbaren, beheben umso ihrem eigenen inneren Idealbild, was nur selten dem der Gesellschaft entspricht, zu entsprechen. Hier ist ebenfalls wieder der Arzt gefragt, der durch gezielte Befragung des Patienten die Motive hinter einer Schönheits-OP und eine etwaige Gefährdung bzw. OP-Sucht des Patienten ausfindig machen sollte.

Fazit

Bei Schönheitsoperationen Pro und Contra gibt es aber auch gute Argumente für die chirurgischen Eingriffe. Da das eigene Selbstempfinden und -bewusstsein häufig davon abhängt, wie schön man sich selbst im Spiegel empfindet, kann eine Schönheitsoperation der Psyche und dem Selbstvertrauen auf die Sprünge helfen. Häufig handelt es sich dabei auch um Zonen und Körperteile, die tägliche von anderen Menschen in der Öffentlichkeit gesehen werden können, wie beispielsweise Nasen, Lippen oder Ohren, die durch eine Operation verschönert oder von Makeln befreit werden sollen. Aber auch durch Alterung bedingte und als körperliche Mängel empfundene Körperteile können ein Grund für psychologische Probleme sein, hier handelt es sich zumeist um Brüste, bei Frauen und Männer, oder aber hängende Haut von extremen Diäten zum Beispiel oder Zonen mit Fettablagerungen, die durch normales Fitnesstraining nicht verschwinden wollen. Durch einen chirurgischen Eingriff und dem entfernen dieses offensichtlichen Makels können die betroffenen Patienten wieder ein größeres Selbstwertgefühl entwickeln, zudem kann dies auch einen sozialen und finanziellen Aspekt haben, denn in der Liebe und im Arbeitsleben haben von anderen Menschen als schöner empfundene Menschen nachgewiesen bessere Chancen.

Foto: KeeT – Fotolia

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