Seit den Anfängen der Rasur im 6. Jahrhundert v. Chr. hat sich auf dem Markt für Rasierer einiges getan, wurde damals doch noch mit scharfen Klingen aus Gestein wie Obsidian oder Flint das Barthaar geschoren, heute hat man die Qual der Wahl ob man nun einen Nass- oder Trockenrasierer benutzt. In der neueren Zeit war es vor allem die Wiedereinführung des Klapprasiermessers im 17. in Sheffield, die das Rasieren angenehmer und praktikabel für viele Männer machte. Auch in Deutschland in Solingen wurden schon kurz danach die Klappversionen gefertigt, benutzt wurden sie bis ins 20. Jahrhundert jedoch wegen ihrer teils gefährlichen Handhabung nur von geschulten Barbieren.

Die Geschichte des Rasierers

Durch die Erfindung des Rasierhobels 1901 durch King Camp Gilette kam es schließlich zu den Nassrasierern, wie sie so oder in ähnlicher Form heute noch weit verbreitet sind. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich hier lediglich die Anzahl der Klingen und die Form des Nassrasierers etwas geändert, das grundsätzliche Prinzip einer scharfen Klinge, die in geringem Winkel über die Haut gezogen wird und dabei die Barthaare abrasiert, ist jedoch gleich geblieben. Voran geht der Rasur dabei das Reinigen sowie das Auftragen eines Rasierschaums, der klassisch zunächst aus Rasiercreme und -seife mittels des Rasierpinsels geschlagen wird. Moderner und schneller geht es hier mit Rasierschaum aus der Sprühdose. Hat man nun die Haut mit dem Schaum eingeweicht kann die Rasur beginnen, danach wird häufig ein Aftershave oder andere Pflegeprodukte aufgetragen, die dem Schutz der Haut und deren Beruhigung nach der Reizung durch die Rasur dienen. Diese Nachbehandlung ist natürlich auch bei der Trockenrasur zu empfehlen. Hierbei sind die Klingen im Rasier zumeist hinter einem Schutzgitter oder ähnlichem angebracht um Schnitte in die Haut zu vermeiden. Außer bei wenigen wasserdichten Trockenrasierern entfällt hier zudem meist das Einschäumen vor der Rasur.

Nass- oder Trockenrasierer?

Eine Entscheidung für einen Nass- oder Trockenrasierer ist bei den meisten Männern, heutzutage auch bei immer mehr Frauen, meist eine Frage des eigenen Wohlbefindens oder Geschmacks. Die Pluspunkte für den Nassrasierer sind zumeist die gründlichere Scherung der Barthaare, denn die Klinge gleitet im direkten Kontakt über die Haut, zudem kann auch gegen den Schnitt geschoren werden, was die besten Ergebnisse bei der Rasur erzielt. Dieser direkte Kontakt kann bei manchen Menschen jedoch zu erhöhter Reizung der Haut führen, was wiederum ein Plus des Trockenrasierers ist. Dieser hat durch seinen Schutzmechanismus vor den Klingen immer einen winzigen Abstand der Klingen zur eigentlichen Haut, was Reizungen verringert und vor allem auch bei sehr empfindlicher oder gar kranker Haut keine zusätzlichen Irritierungen schafft, jedoch auch ein weniger gutes Rasierergebnis bedeutet. Ein anderer Pluspunkt der für den Trockenrasierer spricht, ist die Schnelligkeit der Rasur, denn durch das Wegfallen des Einschäumens und des häufigen Säuberns der Klinge im Wasser spart man viel Zeit, wenn man es einmal eilig hat. Ein weiterer Pluspunkt für den Nassrasierer in Zeiten des Energiesparens, sind die Strom- bzw. Energieersparnisse, da allein schon der Einsatz von Warmwasser während der Nassrasur die Stromkosten für die Akkuladung übertreffen dürften.

Foto: die-exklusiven – Fotolia

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