Sheabutter: Afrikanisches Geheimnis ewiger Schönheit

Sheabutter ist ein vielseitig einsetzbares Naturprodukt, das sowohl bei der Schokoladenherstellung als auch in der Kosmetik Anwendung findet.

Die Sheabutter wird aus der Nuss des Karitébaumes gewonnen, der auch Afrikanischer Butterbaum genannt wird und in der sogenannten Sub-Sahel-Zone wächst. Wird sie traditionell hergestellt, werden die Nüsse bis zu ihrer optimalen Reife gelagert, gestampft und erhitzt. Das dabei austretende Öl wird abgeschöpft, abgekühlt und schon ist die naturbelassene Sheabutter fertig. In der Massenproduktion dagegen werden die Nüsse sehr stark erhitzt, sodass das Öl verdampft und über ein Kühlsystem abgeleitet werden kann. Mitunter kommen hier chemische Lösungsmittel zum Einsatz, daher ist gerade Allergikern stets nur die naturbelassene Sheabutter („unrefined“ oder „unraffiniert“) zu empfehlen.

Sheabutter: Inhaltsstoffe und Wirkung

Sheabutter enthält unter anderem viel Vitamin E, da als sogenanntes Antioxidans die Fettzellen in unserem Körper schützt und freie Radikale bindet. Außerdem sind viele gesättigte und ungesättigte Fettsäuren in der Sheabutter enthalten, die als Energielieferanten wichtig für unser Immunsystem sind und Herzkrankheiten vorbeugen können. Ein weiterer Inhaltsstoff der Sheabutter ist Allantoin, das vor allem die Haut bei der Bildung und Regeneration neuer Zellen unterstützt und in vielen Cremes zur Linderung von Entzündungen eingesetzt wird.

Damit ist Sheabutter vor allem ideal zur Hautpflege. Sie schützt vor vorzeitiger Alterung, hält die Haut geschmeidig und beugt der Austrocknung vor. Sogar gegen Schwangerschaftsstreifen soll sie helfen. Sheabutter ist in naturbelassenem Zustand besonders für die Pflege zarter Babyhaut geeignet, kann außerdem für Massagen verwendet werden und in Afrika wird sie seit langer Zeit auch gegen rheumatische Beschwerden und sonstige Gelenkschmerzen eingesetzt.

Naturkosmetik mit Sheabutter

In unraffiniertem Zustand ist Sheabutter relativ fest und muss erst in der Hand erwärmt werden, bis es geschmeidig wird und auf der Haut verteilt werden kann. Durch Zugabe von Ölen wird die Konsistenz angenehmer, jedoch verkürzt sich die natürliche Haltbarkeit der Sheabutter von etwa drei Jahren dadurch beträchtlich. Am sichersten ist die Verwendung von Jojobaöl, da dieses nicht ranzig wird und somit die Konsistenz der Sheabutter nicht beeinträchtigt.

Mischt man zu gleichen Teilen Sheabutter, Bienenöl und Mandelöl, erhält man nach dem Schmelzen und anschließendem Abkühlen einen natürlichen Lippgloss, der die Lippen pflegt und zudem angenehm duftet. Sheabutter eignet sich außerdem hervorragend als Grundlage für die Herstellung von Seifen, Cremes und Body-Lotions, und in Kombination mit Kräuterölen und Bienenwachs kann man recht schnell Salben selber machen. Wer sich daher gern selbst in der Herstellung eigener Kosmetika versucht, hat mit Sheabutter eine optimale Basis für pflegende und heilende Produkte.

Dieser Artikel basiert auf Informationen aus verschiedenen Quellen. Größere Teile wurden aus diesem Artikel über Sheabutter bei Waschkultur übernommen. Insbesondere für die Informationen über die Bedeutung der Sheabutter für die lokale Wirtschaft wollen wir uns bedanken.

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