Warum machen immer nur schöne Menschen Karriere?

Gibt es zwischen Schönheit und Karriere einen tatsächlichen Zusammenhang?

Es ist zugegebenermaßen eine pauschalisierte Frage, doch nehmen wir mal ein Beispiel aus dem täglichen Leben. Die Jobsuche. Ich habe schon Erfahrungen gemacht, dass bei der letzten Entscheidung, wer nun die Stelle bekommt, die Attraktivität der jeweiligen Person eine erhebliche Rolle spielte.

Machen Frauen und Männer als Vorgesetzten da Unterschiede? Ist es tatsächlich der Mann, welcher sich von weiblichen Reizen eventuell fehlleiten lässt? Oder stimmt die Eingangsfrage gar nicht und lediglich die Qualität der Arbeit wird gewertet.

Nachdem ich bereits erwähnte, dass mir schon einmal so etwas widerfahren ist, möchte ich dieses Erlebnis kurz schildern. Es war ein Job als Promoterin, während eines Weinfestes sollten wir durch die Altstadt ziehen und Flyer verteilen. Doch ehe wir dazu kamen, wurde uns gezeigt wie wir unser Aussehen und Auftreten verbessern können. Ganz klarer Fall von: optische Reize erzeugen und als Lockmittel fungieren, da auf dem Flyer eine Einladung für ein Event dieser Firma war. Ich bin mir sicher, dass wir auch ohne diesen „Lehrgang“ die Zettel an den Mann gebracht hätten, doch ob genauso viele Menschen erschienen wären, wie eben auf dem Fest dann da waren?
In der Werbung wird uns vermittelt „Sex Sells“. Im Internet haben die am häufigsten gesuchten Begriffe mit Sex zu tun. Leben wir nun vollends in einer sexualisierten Welt? Kann eine Fettabsaugung mich also erfolgreicher in meinem Beruf machen? Dies bezweifle ich doch stark und hoffe zudem, dass seit dem Mittelalter über die Renaissance sich etwas an kulturellem Leben und Zivilisation getan hat. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr auch das Gefühl, dass noch viel zu viele Männerdomänen herrschen, wo Frauen als Vorgesetzte besser agieren würden? Was sagt ihr zu dem ganzen Thema, würde mich wirklich interessieren.

One comment

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  1. Ariane

    Das ist eben das Paradoxe: bei der Einstellung entscheidet das Aussehen ganz ohne Frage mit und oft gerät die Qualifikation in den Hintergrund. Geraten Frauen dann doch mal an Chefpositionen, sind sie nicht selten sehr maskulin und unweiblich, als stünde Weiblichkeit im Gegensatz zu beruflichem Erfolg. Und in fast allen Fällen verdienen sie dann immer noch weniger als das andere Geschlecht in derselben Position. Arme, oberflächliche, ach so zivilisierte Welt.

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