Schön und gesund mit Kombucha?

Kombucha ist der Name einer Pilz-ähnlichen Hefeverbindung und eines Kaltgetränks, das daraus hergestellt wird. Der Tee findet bei uns langsam immer mehr Anklang, denn er soll viele für uns gesunde Eigenschaften haben.

Der Kombucha-Tee kommt vielen Annahmen nach ursprünglich aus der asiatischen Küche, wo er schon seit Jahrhunderten wegen seiner entschlackenden und gesundheitsfördernden Wirkung getrunken worden sein soll. In Japan gibt es jedoch einen Tee mit einem sehr ähnlichen Namen, der aus Braunalgen zubereitet wird und womöglich über eine Verwechslung für die Bezeichnung des heute als Kombucha bekannten Getränks verantwortlich ist. Daher vermuten Manche, der bei uns als Kombucha bekannte Tee komme eigentlich aus Russland oder Osteuropa und sei hier erst vor relativ kurzer Zeit entstanden.

Volksheilmittel Kombucha und die ihm nachgesagte Wirkung

Der Kombucha-Pilz, der eigentlich eine Verbindung von Hefen und Essigsäure-Bakterien darstellt, wird dazu genutzt, gesüßten grünen oder schwarzen Tee per Fermentierung umzuwandeln, und das daraus entstehende Gärgetränk wird dann kalt genossen. Allerdings ist die Herstellung des Tees nicht ganz einfach, da sich schnell unerwünschte Bakterien und Schimmel in der Kultur einnisten können, die das Getränk ungenießbar machen.

Bei der Auswahl eines fertigen Tees sollte man erstens auf unpasteurisierte Formen zurückgreifen, da die Mikroorganismen im Zuge der Haltbarmachung abgetötet werden und so keinen gesundheitlichen Effekt mehr haben können. Außerdem muss man sowohl auf den Zucker- als auch den Alkoholgehalt achten, da beides in zu hohen Maßen die gesundheitlichen Vorteile des Getränks zunichte machen würden.

Was diese positive Wirkung angeht, sind sich Forscher zudem noch sehr uneins. Zwar konnte in Studien eine antibakterielle Wirkung des Kombucha und seine Fähigkeit, die Bildung von Abwehrzellen zu begünstigen, nachgewiesen werden, zu den ihm sonst zugeschriebenen förderlichen Eigenschaften gibt es jedoch keine Langzeituntersuchungen. Trotzdem ist Kombucha als Volks- und Naturheilmittel sehr beliebt.

Noch vor ein paar Jahres war es bei uns gänzlich unbekannt, doch langsam kommen die Westeuropäer auf den Geschmack, und viele von ihnen schwören auf den Tee, der vor allem als wirksame Unterstützung bei Entschlackungs- und Entgiftungskuren angepriesen wird. Außerdem enthält das Getränk jede Menge Vitamine und sollte wie andere fermentierte Lebensmittel einen positiven Einfluss auf die Verdauung haben. Verfechter des Kombucha betonen außerdem seine Fähigkeit, das Immunsystem zu stärken, den Stoffwechsel anzuregen und die Aufnahme von Mineralien zu fördern. Blutfettwerte sollen gesenkt und Blutzuckerwerte reguliert werden, außerdem trägt der Genuss des Kombucha zur Stimmungsaufhellung bei.

Kombucha als Tee selbst ansetzen

Mit selbst angesetztem Tee lässt sich natürlich vor allem der Zuckergehalt sehr genau kontrollieren, außerdem spart man hierbei mitunter eine Menge Geld, da Fertigprodukte recht preisintensiv sein können. Den Kombucha-Pilz bekommt man in Reformhäusern, außerdem braucht man für den ersten Ansatz eine sogenannte Starterflüssigkeit (bei neuerlichen Ansätzen verwendet man einen Teil des Tees als Flüssigkeit). In dieser wird der Pilz über etwa zehn Tage gezüchtet, bis aus ihm eine gallerartige Masse geworden ist. Diese wird in einem Sieb – am besten aus Edelstahl – gewaschen und kann dann für den Tee verwendet werden.

Weiterhin benötigt man einen Liter schwarzen oder grünen Tee, den man sehr stark aufbrüht. Um den Geschmack des Getränks zu variieren, kann man außerdem Früchtetees dazumischen. Dann gehört noch ein wenig Zucker dazu, ohne den der Pilz nicht arbeiten kann – Doch übertreiben muss man es hier nicht. Höchstens 100 g in einem Liter Flüssigkeit reichen aus. Dann sollte der Tee auf Zimmertemperatur herunterkühlen, bevor man ihn in ein Gärgefäß umschüttet, die Starterflüssigkeit dazugießt und den Pilz vorsichtig hineinlegt.

Das Gefäß wird mit einem Tuch bedeckt, welches man festbindet oder mit einem Gummi fixiert, und an einen warmen, aber nicht sonnigen Platz gestellt. Hier ruht der Tee wenigstens acht Tage, nach spätestens zwölf Tagen entfernt man den Pilz. Dieser wird gewaschen und kann zugedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden, auch etwa 100 ml des Tees sollte man für den nächsten Ansatz zurückhalten. Das Getränk selbst hält sich am besten in sauberen Flaschen abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, sollte jedoch innerhalb einer Woche verbraucht werden.

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