Der Markt für Schönheitsoperationen boomt längst. Nasen werden verkleinert oder gerichtet, Falten werden beseitigt oder Fett wird abgesaugt und an einer anderen Stelle wieder aufgespritzt. Doch wenn das Wort „plastische Chirurgie“ fällt, werden neben der negativen Seite oft die Fälle außer Betracht gelassen, in denen ein Eingriff ein neues Lebensgefühl oder mehr Selbstbewusstsein verschafft.


Ein besseres Lebens- und Selbstwertgefühl dank Skalpell und Spritze

Selten sind es gesundheitliche oder psychische Probleme, die zur Entscheidung für eine Schönheitsoperation führen. Viel öfter sind es ästhetische als medizinische Gründe, aus denen sich für einen Eingriff entschieden wird. Durch die Welt der Stars und Sternchen ist „plastische Chirurgie“ zu einem negativ besetzten Begriff geworden. Doch oft werden die Fälle außer Acht gelassen, in denen eine OP ein neues Lebensgefühl beschert. Wenn weder Sport noch Diäten helfen, den Bauchspeck loszuwerden, kann ein medizinischer Eingriff Wunder wirken – auch für die Psyche. Hat eine Person ein massives Problem mit ihrem Äußeren, kann dies auch psychische Folgen nach sich ziehen. Aber nicht nur psychische Leiden können gelindert werden. Oft geben massive gesundheitliche Beeinträchtigungen Ausschlag für eine „kosmetische“ Operation. Eine schiefe Nasenscheidewand kann beispielsweise das Atmen erschweren. Durch einen chirurgischen Eingriff können derartige Beschwerden gelindert werden. Auch Frauen, die unter einem zu großen Busen und den damit häufig verbundenen Rückenschmerzen leiden, können sich ihre Oberweite verkleinern lassen.

Oft außer Acht gelassen: Risiken, Preise und Komplikationen

Eine Operation birgt immer Risiken. Sogar bei kleineren Eingriffen kann es zu Komplikationen kommen, die bleibende Schäden, wie etwa unschöne Narben, nach sich ziehen. Bei größeren Eingriffen kann es sogar zu gesundheitsbeeinträchtigenden Folgen kommen. Beispielsweise bei einer Brustvergrösserung – die bei jedem dritten Eingriff durchgeführt wird – können nicht nur unschöne Narben zurückbleiben, sondern es besteht auch ein Gesundheitsrisiko. Auch die Kosten für derartige Eingriffe sind heutzutage noch sehr hoch. Für eine Brustvergrößerung belaufen sie sich beispielsweise auf 4000-7000 Euro. Und ist ein Eingriff nicht medizinisch begründbar, werden die Kosten für eine solche Operation von der Krankenkasse nicht übernommen.

Sinn oder Unsinn?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ein gestärktes Selbstbewusstsein und ein neues Lebensgefühl können den hohen Preis und die mit einem Eingriff verbundenen Risiken wettmachen. Wer sich jedoch für einen plastisch-chirurgischen Eingriff entscheidet, sollte sich in jedem Fall zunächst von einem oder mehreren Ärzten umfangreich beraten lassen. Auf deren Qualifikationen zu achten ist ebenfalls ratsam.

Foto: 2006 Fotos von Fotostudio Pfluegl – Fotolia

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