Naturkosmetik, oder: der Hype um Dr. Hauschka

Den Boom der letzten Jahre verdankt die Naturkosmetik wahrscheinlich der Lohas-Bewegung (Lifestyle of Health and Sustainability). Seitdem nachhaltiger und ökologischer Lebensstil immer mehr in den Mittelpunkt des modernen Lebensgefühls rücken, finden besonders Produkte, die nicht von synthetischen Stoffen durchsetzt sind, immer mehr Käufer. Ganz besonders gehypt, weil von diversen Hollywood-Schauspielerinnen in höchsten Tönen gelobt, ist Dr. Hauschka. Was steckt eigentlich hinter dieser Marke?

Aus dem Wissen der Arzneimittelherstellung wurde 1967 die Dr. Hauschka Kosmetik entwickelt. Auszüge aus Pflanzen, die im eigen bewirtschafteten Heilpflanzengarten angebaut werden, sind die Basis für die Eigenschaften der Dr. Hauschka Kosmetik. Die Produkte sind frei von chemisch-synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungs- stoffen. Sie enthalten wertvolle pflanzliche Öle, Essenzen von Pflanzen aus biologisch-dynamischem oder kontrolliert-biologischem Anbau und Wildsammlungen sowie natürliche ätherische Öle. Die Dr. Hauschka Kosmetikpräparate tragen zudem das Prüfzeichen „Kontrollierte Natur-Kosmetik“, das nach strengen Kriterien für einzelne Kosmetikpräparate vergeben und vom unabhängigen Prüfinstitut für Marktökologie (IMO) zertifiziert wird. Bei der Gewinnung der Rohstoffe wird zudem darauf geachtet, die Natur in ihrer Lebensform zu erhalten und möglichst wenig zu stören.

Das klingt einleuchtend. Aber wenn Julia Roberts davon nicht lassen kann, muss es ja auch ganz besonders gut für die Haut sein: Mit der bekanntesten Creme – die Rosencreme aus Rosenöl und Wildrosenfrüchten verspricht Dr. Hauschka für jeden Hauttyp einen optimalen Schutz und die Unterstützung der hauteigenen Regeneration. Die Wirkstoffkombination soll die Haut vor Austrockung schüzten, da sie insbesondere den Fett-Feuchtigkeits-Gehalt der Haut ausgleichen soll.
Hier wurde ich hellhörig und musste unbedingt auch einmal diese Rosencreme ausprobieren. Und seit vier Wochen steht sie nun bei mir im Badezimmerregal. Sie duftet herrlich, fühlt sich allerdings ein bisschen fettig und glitschig an. Meine Haut, die im Winter sehr angespannt und trocken ist, musste sich wohl erst daran gewöhnen, nicht mit chemischen Zusatzstoffen auszukommen. Auf jeden Fall war sie irritiert, hatte noch trockenere Stellen und teilweise wollte sie die fettige Creme gar nicht aufnehmen. So langsam tritt Besserung ein – vielleicht normalisiert sie sich wieder, oder wirkt nur in Kombination mit Gesichtswasser und Waschgel, welche ebenfalls nur aus der Natur stammen. Ich bleibe am Ball – war schließlich teuer genug, aber von Hype kann ich bei mir noch nicht sprechen….

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